Topfuntersetzer aus Paketschnur stricken
Wie die Jungfrau zum Kinde, bin ich zu zwei wunderschönen Paketschnur-Rollen gekommen. Nachdem sie 2 Jahre lang rumlagen und ich sie nur ab und zu mal bei Instagram gezeigt habe (z.B. hier und hier), dachte ich mir es wäre nun an der Zeit, endlich was cooles daraus zu klöppeln. Da Weihnachten vor der Tür steht, kommt hier also meine erste diesjährige DIY-Geschenkidee für Euch.
Da das Material so schön grob ist, wollte ich einen robusten Topfuntersetzer daraus häkeln. Mit Topfuntersetzern habe ich nämlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Mein Upcycling-Topfuntersetzer aus Weinkorken wurde inzwischen schon 2.134.469 Mal auf Pinterest angezeigt. Hammer, oder?
Mein erster Versuch das Paketband zu bearbeiten ging dann allerdings gewaltig in die Hose, denn ich hab gleich zu Anfang die Häkelnadel geschrottet.
Mein Arbeitseifer ließ sich dadurch jedoch nicht stoppen. So schnappte ich mir einfach ein Paar Stricknadeln und versuchte es von vorne. Es wurde nun allerdings kein runder Untersetzer mehr, sondern ein Quadrat.
Ich habe also 15 Maschen auf zwei Strupfnadeln der Größe 7 angeschlagen und 27 Reihen kraus rechts gestrickt (also sowohl Hin- als auch Rückreihe nur in rechten Maschen). Danach habe ich die Maschen locker abgekettelt und vorher darauf geachtet, dass sich sowohl der Anfangs, als auch der Endfaden auf der gleichen Seite des Quadrats befinden.
Nun vernähte ich die Fäden mit einer sehr dicken Nadel. (Falls Ihr eine solche Nadel nicht habt, könnt Ihr die Paketschnur auch mit einer Häkelnadel wellenförmig durch die Maschen führen).
Jetzt wäre der Topfuntersetzer bereits fertig.
Da ich allerdings die Kombination aus dem groben Jutegarn und Leder so schön finde, wollte ich noch ein kleines „Extra“ hinzufügen.
Das verwendete Leder waren ein paar alte Flicken, die ich meinem Sohn mal an die Hose genäht hatte. Dieser weigerte sich allerdings fortan die Hose zu tragen und machte ein furchtbares Theater. Daraufhin trennte ich die Flicken wieder ab und er zog die Hose mit Löchern an den Knien an – er war halt schon immer sehr stilsicher und seiner Zeit weit voraus! ;o)
Zuerst hatte ich überlegt, den Flicken komplett zu lassen und so anzunähen.
Ich entschied mich dann allerdings dafür, das Leder in ein Rechteck zu schneiden…
…und mit zwei Stichen (gleichzeitig auf der Vorder- und Rückseite) anzunähen.
Dabei hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, das Leder zu fixieren (z.B. mit Nadeln oder einer Wäscheklammer.
Das Leder sollte jetzt die vernähten Fäden der Paketschnur verdecken, so sieht man evtl. herausrutschende Fäden nicht mehr.
Ihr seht, der Aufwand ist sehr gering, das Ergebnis sehr schön und der Nutzen sehr groß – beste Voraussetzung also für ein großartiges DIY-Weihnachtsgeschenk!
Ich wünsche Euch gemütliche Strickabende abends auf dem Sofa.
Liebste Grüße
Falls Ihr diesen Beitrag auf Pinterest pinnen wollt, hab ich Euch hier ein optimiertes Beitragsbild erstellt.
Karin Lechner (vonKarin)
Hallo Dani,
Upps. Zwei Dumme – ein Gedanke…. guck mal bei mir auf dem Blog.
😀
Mein Weg zum Untersetzer war allerdings kürzer und nicht so steinig bzw. nadelbrecherisch wie deiner. Aber wer sagt denn, das zwei DIY-Tanten nicht parallel arbeiten dürfen?
Herzliche Grüße an dich
vonKarin
Dani
Liebe Karin,
ja ich musste echt lachen, als ich Deinen Topfuntersetzer sah. ;o)
Ich finde es so toll, dass wir Basteltanten untereinander so einen tollen Umgang miteinander haben und kein Neid und Missgunst herrscht.
Liebste Grüße
Dani
Inés Hermann
Hallo Dani,
Deine Idee finde ich super. Ich stricke immer Putzlappen aus Paketschnur und Bindfaden. Oder häkle Putzschwämme z, B.
https://siedekessel.blogspot.com/2015/05/putzlappen-aus-flachsbindfaden.html
Dank Dir habe ich jetzt noch eine weitere Verwendung für Paketschnur gefunden.
Viele Grüße
Inés
Maria
Der ist hübsch!
Wie hast du jeweils die erste und letzte Masche gemacht?