Punchneedle_trifft_Buchstabe

Punchneedle trifft Buchstabe

Auf Instagram begegnete mir in den letzten Monaten immer wieder eine Handarbeitstechnik die aussieht wie eine Mischung aus Knüpfen und Sticken. Ich wollte unbedingt wissen wie das „Baby“ heißt und nach einiger Recherche wusste ich zumindest schon mal den Namen: „Punchneedle“. Als echte „Basteltante“ hatte ich natürlich irgendwann den Wunsch diese Technik selber auszuprobieren und machte mich auf die Suche nach diesem tollen Werkzeug.

Bei meiner Suche bin ich auf die Königin der Punchneedle gestoßen, es ist die Amerikanerin Amy Oxford, denn sie hat die Stanznadel in den 90er Jahren in Vermont entwickelt. Punchneedeling ist in den USA und Canada sehr verbreitet, in Deutschland allerdings erst im Kommen. Ich hab lange einen Anbieter in Deutschland gesucht, weil ich mir die hohen Portokosten aus USA ersparen wollte. Fündig wurde ich schließlich hier.

Eigentlich wird auf weichem, gewebten Baumwollstoff mit dem Namen „Monk´s Cloth“ gearbeitet, doch ich wäre keine „Upcycling-Queen“, wenn ich nicht zuerst in meinem riesigen Materiallager nach einer Alternative gesucht hätte.

Natürlich wurde ich fündig und zwar in Form von Jutesäcken. Meine Leidenschaft für Buchstaben sollte inzwischen wohl bekannt sein, deshalb verwundert es hier sicher niemanden, dass ich mir als Motiv einen Buchstaben ausgesucht habe. Warum es gerade ein „E“ geworden ist, erzähle ich am Ende des Beitrags.

 

Folgende Materialien werden benötigt:

Punchneedle_Material

  • Stickrahmen
  • Jute
  • Punchneedle
  • dicke Wolle
  • Buchstabenschablone
  • Stift
  • Schere

Punchneedle_Buchstabe_Schritt 0

Zuerst wird die Jute in den Stickrahmen gespannt und schön stramm gezogen. Dann wird der Buchstabe seitenverkehrt auf die Rückseite des Stoffs übertrage und der Faden in die Punchneedle eingefädelt.

Punchneedle_Buchstabe_Schritt 1

Anschließend wird mit der Stanznadel von der Rückseite aus gearbeitet. Hier habe ich ein Video von Amy Oxford für euch, in dem Sie die 4 Tipps für Anfänger gibt. Ich habe die Nadel in jedes 2. Loch gestoßen, so hat sich eine gute Verteilung der Schlaufen ergeben. Zuerst stanzte ich die komplette Kontur des Buchstabens. Auf der Rückseite entstehen so eng anliegende Schlaufen, die wie gestickte Rückstiche aussehen.

Punchneedle_Buchstabe_Schritt 2

Auf der Vorderseite entstehen lockere Schlaufen, die sehr hübsch hervortreten.

Beim Punchneedleing wird in Flächen von außen nach innen gearbeitet. Um ein einheitliches Stickbild zu erhalten ist etwas Übung erforderlich, aber auch erste Versuche ergeben schon ein sehr schönes Ergebnis.

Punchneedle_Buchstabe_Schritt 4

Wenn die Arbeit beendet ist, kann man entweder den Stoff mit etwas Nahtzugabe abschneiden und mit Kleber am Rahmen befestigen oder den Stoff nach innen schlagen und mit einigen Stichen und einem Nähgarn in ähnlicher Farbe festheften.

Punchneedle_Buchstabe_Schritt 5

Hier ist nun ein Bild vom fertigen Werk. Ich mag die Kombi aus dem groben Stoff und der dicken Wolle sehr gerne …

Punchneedle_trifft_Buchstabe

… und besonders hübsch finde ich, dass der Buchstabe wie „rausgedrückt“ aussieht.

Ich mag diese Technik vor allen Dingen deshalb so sehr, weil ohne große Fingerfertigkeit und Übung schon sehr schöne Objekte entstehen können.

Habt ihr eigentlich auch schon mal mit einer Punchneedle gearbeitet? Falls ja, was habt ihr damit erstellt?

Ich bin euch noch die Erklärung schuldig, wie ich auf den Buchstaben „E“ gekommen bin. Ich war auf der Suche nach einem Element, dass den Schatz und mich verbindet das „E“ ist sozusagen unsere Schnittmenge, denn es ist der einzige Buchstabe, der in unser beider Vorname auftaucht.

Liebste Grüße und fröhliches „punchen“.

Unterschrift Dani

Falls Ihr diesen Beitrag auf Pinterest pinnen wollt, hab ich Euch hier ein optimiertes Beitragsbild erstellt.

Punchneedle trifft Buchstabe

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